Morgen, am 25.03.2009 jährt sich Arielle´s Todestag zum zweiten Mal. Auch wenn die Trauer niemals vorbei geht, das Vermissen nicht weniger wird, kann ich mir heute sagen, ich bin stolz. Stolz auf unseren Engel. Ich bin glücklich. Glücklich über diese wunderschöne gemeinsame Zeit. Und ich bin dankbar für die wundervollen Erinnerungen, die niemals verblassen werden.
Es macht mich sehr froh Arielle ein schönes Leben gegeben zu haben und werde alles dafür tun auch Ambrosius das Glück der Welt zu zeigen.
Ich bin aber auch unendlich traurig darüber, nachdem ich bei der Bobtail-Nothilfe die Hündinnen Donna und Luna sah, dass unzählige Hunde niemals die Chance auf ein schönes Leben bekommen. Und warum? Weil einige Menschen aus Habgier, aus Unverständnis, aus Geiz und wegen fehlendem Mitgefühl, Tiere als Ware ansehen. Aus ihnen Kapital schlagen wollen, sie zusammenpferchen in engen Boxen und sie als Brutmaschinen missbrauchen. Dann gibt es Menschen, die Mitleid haben, Mitleid mit diesem kleinen armen Welpen, der da verschreckt zusammen mit seinen Geschwistern in einer Kiste sitzt und nicht weiß wie die Welt außerhalb dieser Enge aussieht. Diese Menschen nehmen diesen einen Welpen und schenken ihm ein zu Hause, weil sie es gut meinen. Diese Menschen haben nicht nur diesem einen Welpen ein zu Hause gegeben, nein, sie haben den Vermehreranstalten eine Finanzspritze gegeben, damit sie weitermachen können mit der "Produktion" unzähliger weiterer Welpen, die wieder in kleinen Boxen auf Menschen warten, die sie mitnehmen werden.
Nicht alle bekommen ein Zuhause. Es gibt bei dieser Massenproduktion "Ausschussware". Es gibt unter diesen vielen kleinen Welpen, viele andere Welpen die nicht der Norm entsprechen, kränklich wirken und weggeworfen werden. In den Müll. In eine andere kleine Kiste zum sterben. Mit deformierten Knochen liegen sie da und erfahren wie grausam die Welt ist, ohne sie überhaupt kennengelernt zu haben.
Irgendwo in einem Verschlag liegen dann die Hundemütter. Niemals haben diese Hündinnen das Tageslicht gesehen, sie kennen kein "draußen", sie sind noch nie über eine Wiese gelaufen, haben niemals Streicheleinheiten genossen, haben noch nie die Nase in den Wind halten können. Wissen nicht, dass Menschen Liebe geben können. Sie liegen da und sorgen für die Nachkommenschaft. Nachkommenschaften, die man für wenig Geld an Menschen verkaufen kann, die sich so sehr einen Rassehund wünschen, aber in der heutigen Zeit sparen müssen. Warum nur machen sich gerade die Menschen, die sich so sehr einen Hund wünschen, nicht Gedanken darüber, was man anrichtet wenn man Hundevermehrer unterstützt? Ist es nur Unwissenheit?
Ist das Tierliebe? Einem Hund ein schönes Leben schenken zu wollen und als Preis dafür viele andere Hunde in die Hölle zu schicken?
Jedes einzelne Tier ist wichtig, aber niemals sollte damit das Grauen gefördert werden.
Ich wünsche mir das schnelle Ende dieser Vermehrerfarmen. Ich wünsche mir dass alle Zuchthündinnen in die Freiheit entlassen werden, endlich ein glückliches Leben kennenlernen und endlich keine "Ware" mehr produzieren müssen. Ich wünsche mir das Umdenken der Menschen, damit niemals mehr solche Produktionsstätten entstehen. Ich wünsche mir, dass Menschen, die einem Hund ein Heim bieten wollen entweder zu einem "echten" Züchter gehen oder einem Tier aus dem Tierschutz eine zweite Chance geben. Das Umdenken der sparenden Gesellschaft würde unsere Welt ein ganz großes Stück besser werden lassen.
Leider sind diese Wünsche meine Wünsche und nicht die der breiten Masse, denn dann hätte ich diese Wünsche nicht äußern müssen, weil es so einen grauenvollen Hundehandel nicht geben würde.